Inspirationsquellen in der Fotografie
Als langjährige Hobbyfotografin stöbere ich immer wieder gerne in Bildbänden und Fachbüchern, um meinen „fotografischen Blick“ zu schärfen. Es lohnt sich, Klassiker und neue Werke nebeneinander zu lesen. So empfehle ich etwa Michael Freemans Der fotografische Blick (mitp-Verlag), ein Standardwerk zu Komposition und Design, das hilft, bewusste Bildgestaltungen zu entwickeln. Ebenfalls wertvoll ist „Bildgestaltung – Der große Fotokurs“ von Simone und Rainer Hoffmann (Rheinwerk): Es zeigt kompakt, wie man mit Licht, Farben, Strukturen eindrucksvolle Fotos erzeugt. Für die Farbgestaltung nutze ich Markus Wägers Das ABC der Farbe (Rheinwerk), das Grundlagen wie Licht, Farbtheorie und Farbharmonien anschaulich erklärt. Ein weiterer Favorit ist Albrecht Risslers Farbgestaltung Fotografie (dpunkt-Verlag). Rissler regt darin an, die Wirkung der Farben genau zu verstehen und bewusst im Bild einzusetzen. Solche Bücher laden zum Lesen und gleichzeitigen Durchblättern der Bildbeispiele ein – eine tolle Motivationsquelle.
Komposition: Michael Freeman – Der fotografische Blick; Rissler – Komposition: Die Kunst der Bildgestaltung (dpunkt).
Farbgestaltung: Markus Wäger – Das ABC der Farbe; Albrecht Rissler – Farbgestaltung Fotografie.
Sehschule: Hoffmann/Glatte – Draußen fotografieren (Sandra Hoffmann); Steffen Rothammel – Das Gefühl ist der Auslöser (authentische Menschenfotografie).
Viele dieser Bücher finden sich bei Verlagen oder online (z.B. bei Rheinwerk oder Amazon) – oft können Sie auch in Bibliotheken gestöbert werden. Schon ein „Blick ins Buch“ (z.B. über Amazon Preview) zeigt Aufbau und Bildqualität. Für mich ist es jedes Mal inspirierend, alte Meisterwerke und frische Ideen im Buchformat zu erleben.
Magazine und Online-Plattformen
Neben Büchern liefern Fachmagazine und Foto-Portale regelmäßig neue visuelle Anstöße. In der deutschsprachigen Szene schaue ich gerne in Magazinen wie CHIP Foto-Video, DigitalPHOTO oder Leica Fotografie International vorbei – sie präsentieren oft Bildstrecken, Interviews und Technik-Tipps. International sind vorbildliche Quellen etwa Magnum Photos (die legendäre Fotograf*innen-Kooperative) oder das British Journal of Photography (»1854«). Online bieten Webseiten und Blogs aktuelle Trends und Tutorials: Plattformen wie 500px zum Beispiel ermöglichen es Hobbyfotografen, eigene Bilder einer großen Community zu zeigen. Auch PetaPixel liefert täglich neue Artikel zu Foto-Themen, und das Aperture-Magazin (USA) sammelt inspirierende Fotokunst und -Ideen. Instagram-Accounts und Foto-Communitys (z.B. über #LensCulture oder Portfolio-Seiten) sind ebenfalls interessant – und beim Surfen dort entdeckt man oft Techniken und Motive.
Zusammengefasst lohnt es sich, diese Quellen regelmäßig anzusehen, um den eigenen Horizont zu erweitern. Oft setze ich mir bewusst ein paar Minuten Recherche in meinen Tagesablauf – auch in Online-Museen, wie etwa der National Geographic Webseite oder dem Magnum-Archiv, die faszinierende Bilderwelten zeigen. Die Mischung aus gedruckten und digitalen Quellen gibt mir ständig neue Ideen, mit Farben, Formen und Kompositionen zu spielen.
Aktuelle Fotografie-Trends (2025/2026)
Fotografie ist stetig im Wandel. Für 2025/26 zeichnen sich einige klare Strömungen ab, die auch Hobbyfotografen inspirierten.
Dirks-Fotoecke (Blog) – Deutscher Fotografie-Blog: Artikel „Fotografie-Trends 2025“ (Dez 2024) über neue Entwicklungen. Betont das Comeback der analogen Fotografie mit nostalgischem „Retro-Charme“ (Körnung, warme Farben) und den wachsenden Einfluss künstlicher Intelligenz (KI) auf Kameras und Bildbearbeitungdirks-fotoecke.dedirks-fotoecke.de.
Let-it-click (Agentur-Blog) – deutscher Blogartikel zu den „angesagtesten Fotografie-Trends 2025“. Führende Themen sind KI-gestützte Fotografie, Authentizität statt Perfektion (natürliche, ungestellte Motive mit echten Emotionen) sowie der Retro-Filmlook mit Körnung, Unschärfe und warmen Farbtönenlet-it-click.comlet-it-click.com.
Swiss Photo Club Blog – Blog-Beitrag (Apr 2025): „KI in der Fotografie (2025)“. Beschreibt KI als kreativen Partner: Generative Bild-Tools (z.B. Midjourney, DALL·E) und „smarte“ Kameras mit Gesichtserkennung und Szenen-Automatikenblog.swissphotoclub.comblog.swissphotoclub.com. Betont schnelle Bildbearbeitung durch KI.
Retro-Ästhetik und analoge Looks
Ein auffälliger Trend ist die Nostalgie für analogen Film. Wie aktuelle Berichte zeigen, erleben Retro- und Vintage-Ästhetik 2025 ein Revival. Wir sehen wieder mehr filmische Körnung, sattere Farben oder Schwarz-Weiß-Aufnahmen im Stil klassischer Fotografie. Viele Fotografen greifen zu alten Kameras, Polaroids und Filmfiltern, um diesen verträumten Look zu erzeugen. Die analoge Inszenierung verleiht Bildern eine zeitlose, emotionale Qualität, die gerade in Social Media auffällt. (Die Grafik oben etwa erinnert mit ihrem sanft entsättigten Farbton an einen Fotorahmen der 60er Jahre.) Dieser Retro-Stil funktioniert besonders gut für Landschaften, Porträts und Modefotos, wenn man ein Gefühl von Erinnerung oder Authentizität vermitteln möchte.
Natürlichkeit und Authentizität
Ein Gegenpol zu aufwändig bearbeiteten Bildern ist die Rückkehr zur Natürlichkeit. Immer öfter liest man, dass Auftraggeber reale und ungefilterte Momente verlangen. Vor allem in der Porträtfotografie steht 2025 die echte Ausstrahlung im Vordergrund: Praktisch unbearbeitete Bilder mit natürlichem Licht und sichtbaren Hautstrukturen sind gefragt. Statt Photoshop-Perfektion sieht man nun authentische Szenen, in denen kleine Makel und improvisierte Kompositionen das Bild lebendig machen. Dieser Trend spiegelt auch das Bedürfnis wider, sich mit den abgebildeten Menschen und Augenblicken identifizieren zu können. Außerdem wächst das Interesse an Umwelt- und Naturfotografie: Großer Weitwinkel und dramatische Himmel (siehe eingebettete Landschaftsaufnahme) betonen unsere Verbundenheit mit der Natur. Insgesamt geht es um die Ausdrucksstärke des Unbearbeiteten – wir holen uns Inspiration etwa von Dokumentarfotografien oder spontanen Straßenbildern, die echte Geschichten erzählen.
KI-Tools und computergenerierte Bilder
Schließlich ist Künstliche Intelligenz (KI) in aller Munde und hält auch in der Fotografie Einzug. 2025 werden Bildbearbeitungsprogramme vermehrt auf KI setzen: Sie korrigieren Farben automatisch, entfernen störende Objekte oder optimieren Details. Noch revolutionärer ist der Einsatz von Text-zu-Bild-Generatoren (z.B. DALL-E, Midjourney): Mit ihnen können auch Hobbyfotografen und Kreative eigene Szenen komplett neu erzeugen. Laut Experten werden immer mehr Produkt- oder Werbefotos „teilweise oder vollständig KI-generiert“ sein. KI-Tools helfen, kreative Ideen zu visualisieren – sei es durch automatische Bildkomposition oder durch völlig neu erschaffene Motive. Wichtig ist, dass wir dabei ein eigenes künstlerisches Auge behalten: Die Bildgeneratoren regen die Fantasie an, ersetzen aber nicht das intuitive Gefühl des Fotografen. Wer mit diesen Tools experimentiert, kann sein Portfolio um surreale oder hyperrealistische Elemente erweitern. Sie ergänzen klassische Fototechniken, ohne sie zu ersetzen, und sind gerade für uns Amateure spannende neue Werkzeuge.
Persönliche Beobachtung und Fazit
Als Bloggerin freue ich mich sehr über diese vielen Impulse: Ich entdecke ständig neue Fotobände und Online-Seiten, die mich motivieren. Manchmal inspiriert mich ein Kapitel in einem Buch – ein anderes Mal finde ich in einem Magazin-Artikel ein völlig neues Thema. Wichtig ist, selbst offen zu bleiben: Ein Foto-Workshop, eine Online-Galerie oder ein Gesprächsthema auf Instagram können genauso anregend sein wie ein Bildband. So verschieden diese Quellen sind, gemeinsam geben sie uns als Fotografie-Begeisterte einen Schatz an Ideen. Probiert aus, was euch gefällt: Lest Bücher, studiert Magazine, stöbert in Fotocommunities und lasst euch von den aktuellen Trends anstecken. Dann fließt viel von dieser Inspiration direkt in eure eigenen Bilder ein.
Citations:
Content-Select: Der fotografische Blick
Bildgestaltung – Der große Fotokurs von Simone und Rainer Hoffmann
Das ABC der Farbe – Theorie und Praxis für Grafiker und Fotografen
Content-Select: Farbgestaltung Fotografie
Lesetipp: Farbgestaltung Fotografie
Die Zielsetzung Risslers wird im Vorwort klar:
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Fotografie bedeutet für mich keine strenge Stilrichtung, sondern ein Spiel der Gefühle. Meine Bilder entstehen spontan, je nach Stimmung, manchmal hell und leicht, manchmal dunkel und voller Atmosphäre. Statt einen perfekt durchgestylten Instagram-Feed zu verfolgen, entscheide ich mich für Authentizität und Abwechslung. In diesem Artikel teile ich meine Gedanken über persönlichen Fotostil, kreative Freiheit und warum es völlig in Ordnung ist, keinen festen Stil zu haben.