Mehr als nur Code: 5 überraschende Wahrheiten über Vibe Coding / Lovable

Vibe Coding ist wie Zauberei – bis man versucht, ein Schloss auf Sand zu bauen. Hast du dich auch schon gefragt, ob KI echte Entwickler ersetzt oder ob wir uns gerade in einem riesigen Hype verlieren? Ich habe für meinen Blog kleine Programme und Tools selbst „ge-vibt“ und dabei eine wichtige Lektion gelernt: Es ist fantastisch, aber es hat klare Grenzen. Hier sind 5 Wahrheiten und meine ganz persönliche 50/50-Einschätzung, warum deine Vision wichtiger ist als jeder Prompt. 🧵👇

In den letzten Tagen habe ich angefangen, mein Resume ebenfalls mit Vibe Coding zu gestalten. Neugierig habe ich mir Tools wie Lovable und Base44 angeschaut, mir inspirierende Strukturen angesehen und auf dieser Basis mein eigenes digitales Resume aufgebaut. Eine Art sanfte Orientierung war da – und dann begann das spannende Teil: selbst mit HTML und CSS zu arbeiten, Dinge anzupassen, zu verstehen, warum etwas funktioniert oder eben nicht.

Es war überraschend interessant. Nicht perfekt, nicht fertig – aber lehrreich. Genau dabei wurde mir klar: Vibe Coding ist großartig, inspirierend und motivierend, hat aber auch klare Grenzen.

Aus dieser Erfahrung sind fünf kleine Wahrheiten entstanden, die mich persönlich zum Nachdenken gebracht und inspiriert haben. Ob sie auch inspirieren? Das zeigt sich gleich.

Der Hype um „Vibe Coding“ ist unübersehbar – die fast magische Fähigkeit, voll funktionsfähige Anwendungen allein durch die Eingabe von Text zu erschaffen, verspricht eine Revolution. Doch hinter den beeindruckenden Demos verbirgt sich eine Realität, die weitaus nuancierter ist. Die wahre Stärke dieser Technologie liegt nicht in einem einzigen Werkzeug, sondern in einem neuen Verständnis von Kreativität und Strategie. Dieser Artikel durchbricht den Marketing-Hype und enthüllt die fünf wichtigsten Erkenntnisse.

1. Warum die Benutzeroberfläche die KI in den Schatten stellt

Die Leistungsfähigkeit eines Tools hängt weniger vom Modell ab als von der UX. Viele Plattformen wie Lovable oder Bolt nutzen dieselbe KI (z. B. Claude Opus), aber der Workflow macht den Unterschied.

  • Learning: Ein Tool, das sich intuitiv anfühlt (wie Lovable), lässt dich schneller iterieren als eine mächtige, aber klobige Umgebung.

2. Das Playbook der Profis: Der Tool-Stack

Das Playbook der Profis: Erfolgreiches Vibe Coding ist ein Workflow, kein einzelnes Werkzeug

Spitzenkräfte wie die Teams von „No Code MBA“ und „CodeWithChris“ nutzen keine All-in-One-Lösung. Ihr Geheimnis liegt in einer spezialisierten Werkzeugkette – einem „Tool-Stack“, der für jede Phase des Prozesses das optimale Werkzeug bereithält. Dieser Workflow-Ansatz ermöglicht eine weitaus höhere Effizienz und bessere Ergebnisse als die alleinige Nutzung eines einzigen Tools.

Der Prozess beginnt oft visuell, mit Design-Tools wie UX Pilot, um die Vision zu formen. Von dort aus wird ein Prototyp in einem Tool wie Google AI Studio oder Lovable schnell zum Leben erweckt, bevor die eigentliche Detailarbeit in einer entwicklerfokussierten Umgebung wie Cursor stattfindet. Eine besonders raffinierte Technik, die von Profis wie „CodeWithChris“ angewandt wird, ist die Nutzung von ChatGPT, um detaillierte Anforderungsdokumente zu erstellen. Diese werden direkt in Cursor eingefügt, um der KI eine präzise und unmissverständliche Aufgabe zu geben und den Entwicklungsprozess massiv zu beschleunigen.

Die strategische Konsequenz: Der Aufbau einer persönlichen Prozesskette ist wichtiger als die Suche nach der einen perfekten App.

3. Der unverzichtbare Rettungsanker: GitHub

KI kann Projekte in Sackgassen führen. Ohne die klassische Versionskontrolle via GitHub hast du keinen echten „Reset-Knopf“. Wer professionell arbeitet, sichert seine „Vibes“ technisch ab.

4. KI als kreativer Partner für Designer

Für uns Designer )) überbrückt Vibe Coding die Lücke zwischen statischen Entwürfen und funktionsfähigen Prototypen. Es ermöglicht visuelles Echtzeit-Feedback und spielerische Iteration, ohne die kreative Zone zu verlassen.

5. Die Automatisierung des gesamten Prozesses

Es geht nicht nur um die App. Es geht um die Verbindung: Marktforschung mit Astro, Monetarisierung mit Revenue Cat und Marketing-Screenshots mit App Screens. Der Hebel liegt in der Orchestrierung des gesamten digitalen Business.

Meine persönliche Bilanz: Die 50/50-Wahrheit

Nach all den Experimenten – zum Beispiel mit den kleinen Programmen und Blöcken, die ich hier für meinen Blog entwickelt habe – stehe ich dem Thema mit einer 50/50-Meinung gegenüber. Es ist entscheidend, dass wir verstehen, was wir tun.

  • Die „Gute“ Seite (50%): Für kleine Tools, interaktive Blog-Elemente, Landingpages oder beeindruckende Präsentationen ist Vibe Coding absolut genial. Es gibt uns Kreativen eine Macht, die wir vorher nicht hatten.

  • Die „Realistische“ Seite (50%): Wenn es um wirklich mächtige Plattformen geht – komplexe Systeme mit tiefgehender Logik, Datenbanken und sicherem Feedback-Management –, dann stoßen diese Tools an ihre Grenzen. Hier führt kein Weg an professionellen Programmierern vorbei.

Mein Fazit:

Vibe Coding macht uns zu besseren Architekten unserer Ideen, aber ein echtes digitales Hochhaus braucht nach wie vor ein solides Fundament von Experten.

Zurück
Zurück

Alles interessiert mich – wie findet man seinen eigenen Weg in Fotografie und Design?

Weiter
Weiter

6 fast magische Fähigkeiten von Googles Nano Banana